Lilienstein Wandern

Wandern auf dem Lilienstein: Auf alten Wegen hinauf nach oben!

Während es sich in den letzten Wanderberichten um eher weniger bekannte Ziele drehte, waren wir vor einigen Tagen auf einem der Hotspots in der Sächsischen Schweiz unterwegs. Der Lilienstein ist nicht nur einer der markantesten Berge im Elbsandsteingebirge, sondern auch einer der meist frequentierten. Warum wir auf dem Weg nach oben trotzdem (fast) keine Menschenseele getroffen haben, verrate ich euch in diesem Artikel! 🙂

Lage und Anfahrt

Ausgangspunkt unserer Lilienstein-Wanderung ist die Fähranlegestelle in Königstein. Bei der Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (S-Bahn-Linie S1) ist diese problemlos zu erreichen, denn der Bahnhof der Festungsstadt ist fußläufig nur wenige Meter entfernt.

Wandern Quirl
Hier könnt ihr kostenfrei parken

Wir sind allerdings mit dem Auto angereist und haben unser Fahrzeug am kostenfreien Parkplatz an der Pirnaer Straße 1 abgestellt. Dieser befindet sich unmittelbar in der Königsteiner Innenstadt, sodass die Fähre von hier aus ebenfalls bequem zu Fuß erreichbar ist.

Lilienstein Wandern
Wir warten auf die Fähre in Richtung Halbestadt

Auf dem alten Südaufstieg geht es nach oben

Nach dem Übersetzen mit der Fähre folgen wir dem Weg entlang der Elbe für einige Meter nach links, bevor uns ein Schild in Richtung Lilienstein führt. Gleich zu Beginn der Tour geht es hier steil nach oben, weshalb ihr eure Kinder gut bei Laune halten solltet. 😉

Lilienstein Wandern
Rechts geht es hinauf zum Lilienstein
Lilienstein Wandern
Aller Anfang ist steil! 😉

Im weiteren Verlauf folgen wir den Schildern zum „Nordaufstieg“, bis sich nach einiger Zeit der einzige rechtselbische Tafelberg des Elbsandsteingebirges vor uns auftürmt. Folgt ihr hier dem Weg nach links, dann gelangt ihr zum Südaufstieg, wir setzen unsere Wanderung aber in die andere Richtung fort.

Lilienstein Wandern
Wir folgen den Schildern in Richtung Nordaufstieg
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Auch Hindernisse müssen ab und an überwunden werden
Lilienstein Wandern
Lilienstein oder Rathen – das ist hier die Frage!
Lilienstein Wandern
Der Lilienstein ist in Sichtweite

Den eigentlichen Nordaufstieg (bzw. Nordabstieg) heben wir uns für den Weg nach unten auf, stattdessen folgen wir einem Pfad, bei dem wir trotz des herrlichen Winterwetters an diesem Tag niemandem begegnen werden. Der Einstieg zum „Alten Südaufstieg“ versteckt sich ganz in der Nähe der Talstation der Seilbahn, welche die Baude auf dem Lilienstein versorgt. Nicht ohne Grund wird dieser Weg auch als „Seilbahnstufen“ bezeichnet, denn die vielen Stufen in Richtung Gipfel sind unschwer zu erkennen. Dieser Teil der Strecke hat beinahe etwas Märchenhaftes an sich, denn überall finden sich zahlreiche Felsstürze, die irgendwann einmal den Weg nach unten gefunden haben.

Lilienstein Wandern
Auf dem nicht markierten Weg geht es zum Alten Südaufstieg
Lilienstein Wandern
Auf den Seilbahnstufen geht es nach oben
Lilienstein Wandern
Die Jungs hatten an den Felsstürzen ihre Freude

Die letzten Meter nach oben ist es ist mit der Ruhe allerdings vorbei, denn dann geht der alte Südaufstieg in den neuen Südaufstieg über. Es folgen noch einige steile Treppenstufen und schon habt ihr euer Ziel erreicht.

Lilienstein Wandern
Der Übergang zum neuen Südaufstieg
Lilienstein Wandern
„Können wir das schaffen?“
Lilienstein Wandern
„Ja, wir schaffen das!“ 😉

Herrliche Aussichten auf dem Lilienstein

Auf dem Lilienstein angekommen, solltet ihr erst einmal die fantastische Weitsicht auf euch wirken lassen. Sei es der Blick auf die Festung Königstein oder auf das Elbtal in Richtung Bad Schandau: Tolle Fotomotive findet ihr hier wirklich jede Menge, weshalb ihr für eine Runde auf dem Plateau des Liliensteins ruhig etwas Zeit einplanen solltet.

Lilienstein Wandern
Auf dem Weg zur ersten Aussicht
Lilienstein Wandern
Die Entschädigung für den steilen Weg nach oben
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Auf dem Lilienstein…
Lilienstein Wandern
… muss die Freiheit wohl grenzenlos sein!
Lilienstein Wandern
Der Blick in Richtung Bad Schandau

Neben den tollen Aussichten gibt es auf dem Lilienstein auch noch zwei Obelisken zu bestaunen. Der 16 Meter hohe Wettin-Obelisk befindet sich auf der Südseite des Berges und erinnert an das 800-jährige Bestehen des Fürstenhauses. Auf der Ostseite befindet sich ein etwas kleineres Exemplar, welches an die Besteigung des Lilienstein durch August den Starken erinnern soll. Der kleine Obelisk wurde im Jahr 1966 zerstört und 2008 in Form einer Nachbildung neu errichtet.

Obelisk Lilienstein
Der Wettin-Obelisk auf dem Lilienstein
Obelisk Lilienstein
Der Obelisk aus dem Jahr 2008

Der Weg zurück: Wir nehmen den Nordabstieg

Nachdem wir uns ausgiebig an der Landschaft ergötzt hatten, war es schließlich an der Zeit für den Rückweg. Wie oben bereits erwähnt, entschieden wir uns hierbei für den Nordabstieg. Verfehlen könnt ihr diesen nicht, denn entsprechende Wegmarkierungen finden sich praktisch an jeder Ecke.

Lilienstein Wandern
Der Weg nach unten führt über den Nordabstieg

Wenn ihr mit euren Kindern unterwegs seid, dann solltet ihr immer ein wachsames Auge auf den Nachwuchs haben. Der Weg nach unten ist teilweise wirklich steil und insbesondere bei Nässe und Kälte besteht auf den schmalen Stufen äußerste Rutschgefahr. Wir hatten mit den Witterungsverhältnissen allerdings Glück und gelangten ohne Ausfälle nach unten. 😉 Nach einem kleinen Schlenker erreichten wir schließlich wieder den Einstieg zum Alten Südaufstieg, von hier aus ging es dann zurück zur Fähre.

Lilienstein Wandern
Immer gut am Geländer festhalten!
Lilienstein Wandern
Es geht steil nach unten

Gastronomie

Normalerweise könnt ihr euch auf dem Lilienstein in der Felsbaude stärken, aufgrund der aktuellen Lage hatte diese während unserer Wanderung allerdings noch geschlossen. Unser Rucksack war allerdings gut gefüllt und so konnten wir auf dem Lilienstein bei herrlichem Sonnenschein eine gemütliche Rast einlegen.

Felsbaude Lilienstein
Die Felsbaude auf dem Lilienstein

Das Fazit zu unserer Lilienstein-Wanderung

Der Aufstieg auf den Lilienstein ist zwar (insbesondere mit Kindern) nicht ganz ohne, dafür werdet ihr auf dem Gipfel mit traumhaften Aussichten über das Elbsandsteingebirge belohnt. Da ihr sowohl den Auf- als auch den Abstieg beliebig variieren könnt, lohnt sich ein Besuch des 415 Meter hohen Tafelberges gleich mehrfach. Unsere Tour habe ich euch wie immer auf Strava getrackt. Da ich die Wanderung zwischendurch aus unerklärlichen Gründen gestoppt habe, müsst ihr mit Teil 1 und Teil 2 Vorlieb nehmen. 😉

Weitere tolle Wanderungen für Kinder findet ihr auch im Buch „ErlebnisWandern mit Kindern – Elbsandsteingebirge„. Ein Wanderführer, den ich euch wärmstens empfehlen kann!

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4 Kommentare

  1. Vielen Dank für diese wunderbaren Impressionen! Ich war mit meiner Frau erst ein Mal in der Sächsischen Schweiz – und stelle nun fest, dass wir unbedingt wieder kommen müssen… 🙂

    Beste Grüße,
    Eddy

    1. Hallo Eddy,

      freut mich, wenn dir mein Artikel gefallen hat!

      Die Sächsische Schweiz hat so viel zu bieten – da lohnt sich das Wiederkommen auf jeden Fall! 🙂

      Viele Grüße
      Tommy

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